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05
FEB
2016

Wie sich Mobile Marketing gegen Adblocker wehren kann

Adblock-Software macht der Advertising-Industrie im Mobile-Bereich das Leben immer schwerer. Was lässt sich dagegen tun?

Adblocker machten bisher vor allem Display Advertising auf Desktop-Computern zu schaffen. Seitdem es die Software aber auch für die gängigen Mobil-Betriebssysteme gibt, wird Werbung zunehmend auf mobilen Endgeräten geblockt – und zwar geradezu explosionsartig. Die Zahl der Adblock-Anwender ist 2015 insgesamt um mehr als 40% gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktforscher Global Web Index, der weltweit jedes Quartal 50.000 Internetnutzer befragt. Insgesamt setzten Ende des vergangenen Jahres fast 40% der Internetnutzer die Blocking-Software ein.

Sprunghaft angestiegen ist die Zahl der Werbeverweigerer aber vor allem im letzten Quartal des Jahres (+35%), in dem Werbeblocker-Marktführer Eyeo einen eigenen Browser für iOS und Android Geräte vorstellte und Apple sein neues Betriebssystem iOS 9 mit vorinstalliertem Adblocker präsentierte. In den vorangegangen Quartalen änderte sich die Zahl der Anwender dagegen nur minimal.

Da das Internet vor allem mobil genutzt wird, droht dem Großteil der Werbetreibenden ein massiver Einbruch ihrer Einnahmen. Nicht jeder kann wie Marktführer Axel Springer Adblock blockieren. Und die Forderung von Eyeo, bessere Werbung zu machen, ist zwar grundsätzlich richtig, birgt aber die Gefahr in eine massive Abhängigkeit von den Anbietern zu geraten, weil diese die Kritierien für akzeptale Werbung vorgeben. Die Lösung lautet daher Native Advertising, die das Display Advertising in naher Zukunft ablösen wird – unabhängig ob Desktop oder Mobile. Die Voraussetzung ist allerdings, dass sie nicht als „Trojanisches Pferd“ daher kommt.

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